15. August 2020

PIPPERSTEINER

Meine direkte mütterliche Linie ist die Familie Pippersteiner.

Etzmannsdorf am Kamp, Quelle: mapire.eu

Die Familie lebte zunächst im Viertel ober dem Manhartsberg, dem Waldviertel in Etzmannsdorf am Kamp, Gemeinde Gars am Kamp, Bezirk Horn, später im Viertel unter dem Manhartsberg, dem Weinviertel in Sonnberg, Gemeinde Hollabrunn, Bezirk Hollabrunn und Jedenspeigen, Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich.

Namensschreibweise:
Piberstainer, Pibersteiner, Bibersteiner (Linie in Sonnberg, Bezirk Hollabrunn), Biberstainer, Büberstainer, Biepersteiner, Piepersteiner, Bieberstein (Linie im Komitat Somogy , Ungarn), Pippersteiner (Linie in Jedenspeigen, Bezirk Gänserndorf)

XI. Generation, Stamm-Großeltern

Georg Piberstainer (geb. ? – 1633), mein 9-facher Urgroßvater, war Bäcker in Etzmannsdorf am Kamp und wird 1630 erstmals namentlich in einem Kaufvertrag erwähnt. Woher er ursprünglich kam konnte ich noch nicht herausfinden. Der Name tritt in diesem Zeitraum in der Stadt Salzburg, aber auch beispielsweise in Galgweis im niederbayerischen Landkreis Deggendorf auf.
Georg heiratete Katharina Wagner, Tochter von Andreas und Elisabeth Wagner aus Steinegg, am 24. September 1630 in Gars am Kamp, Tochter Christina (1631 – 1632) starb als Kleinkind.

X. Generation, Stamm-Eltern

Sein Sohn Georg Pibersteiner (um 1632 – 1678), mein 8-facher Urgroßvater, wanderte mit seiner Frau Maria Hofmann, Tochter von Andreas und Margaretha Hofmann aus Wanzenau, und seinen beiden Söhnen Karl und Simon zunächst nach Wolfsbrunn bei Hollabrunn. Kurze Zeit später kaufte Georg einen Grund in Sonnberg und siedelte sich mit seiner Familie an.

IX. Generation, Ober-Urgroßeltern und VIII. Generation, Ober-Großeltern

Karl Bibersteiner (1657 – ca. 1733), mein 7-facher Großvater, war Hauer und Förster in Sonnberg und in zweiter Ehe mit Susanna Moser, Tochter von Urban und Eva Rosina Moser aus Raschala, verheiratet, der Sohn Matthias Biberstainer (1701 – 1736), mein 6-facher Urgroßvater, war das vierte Kind der beiden und ebenfalls Hauer zu Sonnberg, verheiratet mit Elisabeth Bayer, Tochter des Mathias Bayer und der Martha geb. Dary aus Sonnberg.
Die älteste Tochter von Matthias und Elisabeth war Magdalena (1729 – 1809), sie war Pfarrersköchin in Jedenspeigen und Drösing bei Pfarrer Johann Medeck aus Kosteletz (heute Kostelec u Kyjova), der bereits Pfarrer der Pfarre Sonnberg war.

VII. Generation, Ober-Eltern

Sohn Matthias Piberstainer (1726 – 1777), mein 5-facher Urgroßvater, war von Beruf Ziegelbrenner und Hauer in Sonnberg und mit Theresia Sutter, Tochter des Karl Sutter, Käßmacher in Sonnberg und der Magdalena geb. Fortner, verheiratet, die beiden hatten 9 Kinder, 2 starben im Kleinkindalter.

Simon Piberstainer, das dritte Kind von Matthias und Theresia Piberstainer, blieb in Sonnberg und war in zweiter Ehe mit Katharina Pfeiffer verheiratet. Seine Nachkommen („Sonnberger Linie“) waren u.a. Bürgermeister in Sonnberg, so Ignaz Bibersteiner (1845 – 1921), Michael Bibersteiner (1854 – 1934) und Franz Bibersteiner (1916 – 1997), und auch Besitzer des Hotel Westbahn in Wien XV., Pelzgasse 1, so Franz Michael Bibersteiner (1914 – 1983).

Das Bibersteinerkreuz (links) ist ein Wegkreuz in der Gemeinde Hollabrunn.
Die Familie Bibersteiner waren Wirtschaftsbesitzer in Sonnberg.
Quelle: https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61353503

Tochter Anna Maria, geb. 1761, war um 1806 Witwe u. Köchin beym Gespann in Geyring auf dem sogenannten Kadlhaus (Geyring dürfte Geiring – heute Gajary in der Slowakei – sein), laut Inventurprotokoll ihrer verstorbenen Tante Anna Maria verehel. Götz.

VI. Generation, Alt-Urgroßeltern

Der erstgeborene Sohn Leopold Büberstainer (1753 – 1809), mein 4-facher Urgroßvater, wanderte um 1768 mit seinem Bruder Matthias (1770 – 1829) nach Jedenspeigen, vermutlich mit seiner Tante Magdalena, der Pfarrersköchin in Jedenspeigen und Drösing.
Am 17. Februar 1776 kaufte Leopold ein Viertellehen, Jedenspeigen Nr. 48, in diesem Haus lebten die erste Zeit auch Pfarrer Medeck und Leopolds Tante Magdalena. Das Haus und der dazugehörige Grund blieben bis 1973 im Familienbesitz.
Leopold war in erster Ehe mit Anna Schweinberger verheiratet, nach ihrem Tod ehelichte er Katharina Lechner, Tochter des Anton Lechnker, Salz- und Fleisch-Kontrollor in Drösing und der Katharina geb. Wisudil, am 07. Februar 1785 in der Pfarre Jedenspeigen.

Der älteste Sohn Andreas Piepersteiner wanderte um 1805 nach Gárdony, Komitat Somogy in Ungarn aus, war mit Eva Rekl verheiratet und von Beruf Zimmermann. Er starb am 16. November 1846 in Lengyeltóti, Komitat Somogy.
Seine Nachkommen („Ungarische Linie“) lebten in Marcali, Szakácsi und Pécs, aber auch in Budapest, die Namens-schreibweise Bieberstein, viele vom Beruf ácsmester (Zimmermann).
Istvan Bieberstein (1889 – ?) ging nach Pécs, wurde Post – Fernmeldeoffizier und musste deshalb seinen „deutschen Familiennamen“ ablegen, er hieß dann Bárdos.

Das Biberstein-Hari-Kreuz (rechts) steht in Marcali, Szőlőhegy, Inschrift:
Jöjetek hozzám minyájan 1866
Állittatta BIBERSTEIN PÁL és neje HARI MAGDOLNA

Quelle: http://muemlekem.hu/kereszt/show/5932

V. Generation, Alt-Großeltern und IV. Generation, Alt-Eltern

Der jüngere Sohn Johann Biepersteiner (1789 – 1861), mein 3-facher Urgroßvater, übernahm das Viertellehen Jedenspeigen 48 nach dem Tod seines Vaters Leopold. Johann war mit Barbara Marka, Tochter des Andreas Marka, Bauer in Jedenspeigen 80 und der Regina geb. Samstag, verheiratet, deren erstgeborener Sohn Josef Pippersteiner (1815 – 1871), mein 2-facher Urgroßvater, verheiratet mit Elisabeth Schibik, Tochter des Matthias Schibik, Bauer in Drösing 6 und der Anna Maria geb. Heidin, war ebenfalls Viertellehner in Jedenspeigen 48, er starb im Alter von 56 Jahren an einer Kohlensäurevergiftung im Weinkeller.

III. Generation, Urgroßvater

Mein Urgroßvater Lorenz Pippersteiner wurde als achtes von zehn Kindern des Josef und der Elisabeth Pippersteiner am 03. August 1857 in Jedenspeigen 48 geboren. Er übernahm 1883 das Viertellehen Jedenspeigen 48 von seiner Mutter Elisabeth, war Aufseher bei der Nordbahn und Reservmann des KK. 10. Feld Atill. Regiments. Er starb 91jährig am 05. Dezember 1948 in Jedenspeigen.

© Familienarchiv Ingrid Schuster

Mein Uropa verliebte sich in die aus Benke in Nordmähren stammende Josefa Schön, die in Jedenspeigen im Dienst war, er heiratete meine Uroma am 08. Mai 1883.
Die beiden hatten zwölf Kinder, zwei starben im Kindesalter:
Johann (1884 – 1941), Elisabeth, verh. Schätz (1886 -1924), Lorenz (1888 – 1963), Josef (1889 – 1890), Josefa, verh. Freydl (1891 – 1969), Karl (1893 – 1962), Rosa, geschied. Horek (1895 – 1975), Ambros (1897 – 1946), Franz (1899 – 1977), Ludwig (1903 – 1903), Rudolf, mein Großvater (1905 – 1943) und Richard (1907 – 1967).
© Familienarchiv Ingrid Schuster

II. Generation, Großvater

Mein Opa schlug 1927 die Militärlaufbahn ein, war zunächst Stabsfeldwebel, Div. 187 (04.04.1927-30.12.1939).
Am 18. April 1933 heiratete er meine Großmutter Hermine Rudolfine Dočkal (Děkanovský).

Die Familie lebte in Wiener Neustadt in der Annagasse 5.
© Familienarchiv Ingrid Schuster

1939 besuchte er die Heeresfachschule für Verwaltung und wurde Zahlmeister, nach 12 3/4 Jahren Militäranwärter am 30.12.1939 und Oberzahlmeister (30.08.1942).
Mein Opa musste ebenfalls an die Front, zunächst war er in Frankreich stationiert, wurde später nach Stalingrad verlegt. Er wurde am 12.01.1943 von Hauptmann von Hütz das letzte Mal lebend gesehen.
Nach Auskunft des Roten Kreuz Suchdienstes steht der Name „Piperschtejner Rudolf“ auf einer Gefangenentransportliste, laut dieser wurde mein Opa am 04.03.1943 zusammen mit insgesamt 660 weiteren gefangenen Offizieren aus dem Raum Stalingrad in unbekannte Richtung verlegt…
© Familienarchiv Ingrid Schuster

Meine Mama Helga Schuster geb. Pippersteiner mit
ihren Eltern um 1940 © Familienarchiv Ingrid Schuster
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Ingrid Schuster

Im Dezember 2011 habe ich begonnen, meine Familiengeschichte zu erforschen, meine Forschungsergebnisse habe ich seit Anfang 2017 im Internet publiziert.

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