21. Oktober 2020

BLAUENSTEINER

Die Familie Blauensteiner ist die väterliche Stammlinie meiner Großmutter väterlicherseits.

Frankenreith, Quelle: mapire.eu

Diese Linie konnte ich bis Mitte des 17. Jahrhunderts zurückverfolgen, Kirchenbücher und grundherrschaftliche Aufzeichnungen führten mich ins Waldviertel – von Zierings, Gemeinde Rastenfeld, Bezirk Krems Land über Pallweis, Gemeinde Lichtenau, Bezirk Krems Land bis nach Frankenreith, Gemeinde Großgöttfritz, Bezirk Zwettl.

Namensschreibweise:
Plabenstainer, Blabenstainer, Plabnstainer, Plauenstainer, Plabensteiner, Blabsteiner, Blauensteiner

XI. Generation, Stamm-Großeltern

Michael Plabenstainer (geb. ? – vor 1680), mein 9-facher Urgroßvater, war Dorfrichter zu Frankenreith um 1665 und Lehensbesitzer von Frankenreith Nr. 7, er war mit Susanna verheiratet, die beiden hatten elf Kinder. Da die älteren Söhne weggezogen waren übernahm der als siebentes von elf Kindern geborene Sohn Simon Plabenstainer das Lehen des Vaters im Jahr 1676.

X. Generation, Stamm-Eltern

Der erstgeborenen Sohn Matthias Blabenstainer (um 1637 – 1710), mein 8-facher Urgroßvater, war nach Pallweis gezogen, heiratete am 20. April 1664 die Witwe Maria Mayrhofer (aus Pallweis) in der Pfarre Rastbach und übernahm mit der Heirat das Ganzlehen Pallweis Nr. 21.

IX. Generation, Ober-Urgroßeltern

Matthias und Maria Blabenstainer hatten fünf gemeinsame Kinder, Georg Plabnstainer (1667 – 1738), mein 7-facher Urgroßvater, war das älteste Kind. Er übernahm Pallweis Nr. 21 von seinen Eltern im Mai 1693 und war ebenfalls Bauer.
Georg heiratete Maria Weber, Tochter des Georg Weber, Bauer in Grottendorf und der Barbara geb. Pistracher, im Jahr 1693.

VIII. Generation, Ober-Großeltern

Leopold Plauenstainer (1698 – 1756), mein 6-facher Urgroßvater, war das dritte von fünf Kindern von Georg und Maria Plauenstainer, er vermählte sich am 31.(sic!) April 1730 mit der Witwe Justina Perner, geb. Wandl, Tochter von Johann und Anna Maria Wandl, Bauer in Grottendorf, durch die Heirat übernahm er Pallweis Nr. 12 und war Bauer.

VII. Generation, Ober-Eltern

Der älteste Sohn der beiden, Johann Georg, wurde am 03. Jänner 1762 zur Herrschaft Stadt Krems entlassen, der zweitgeborene Sohn Adam Plabensteiner (1734 – 1767), mein 5-facher Urgroßvater, war nach der Übernahme von Pallweis Nr. 12 von seinem Vater Leopold am 13. Jänner 1756 ebenfalls Bauer. Er heiratete Eva Rosina Sinhuber, Tochter des Philipp Sinhuber, Holzhackermeister aus dem Mottingeramt und der Elisabeth geb. Leithner, am 28. September 1757.
Adam verstarb mit nur 33 Jahren am 06. Oktober 1767. Seine Witwe Eva Rosina blieb nach seinem Tod mit vier Kindern im Alter von 3 bis 9 Jahren zurück und war mit dem fünften Kind schwanger! Sie heiratete am 17. November 1768 Georg Kossler.

VI. Generation, Alt-Urgroßeltern

Der jüngste Sohn von Adam und Eva Rosina Plabensteiner, Johann Blauensteiner (1764 – 1826), mein 4-facher Urgroßvater, zog von Pallweis nach Zierings. Johann Stumpfer verkaufte den Bauerngrund Zierings Nr. 8 seinem angehenden Schwiegersohn Johann Blauensteiner am 07. Juli 1792, am 13. November 1792 heiratete er Anna Maria Stumpfer, Tochter des Johann Stumpfer, Bauer in Zierings Nr. 8 und der Theresia geb. Schweintzer, in der Pfarre Döllersheim.
Von den zwölf gemeinsamen Kindern überlebten nur vier das Kindesalter, Sohn Michael – er übernahm Zierings Nr. 8 im Jahr 1821, Theresia, Juliana und Magdalena.

V. Generation, Alt-Großmutter und IV. Generation, Alt-Mutter

Die jüngste Tochter von Johannes und Anna Maria Blauensteiner, Magdalena Blauensteiner (1810 – 1876), meine 3-fache Urgroßmutter, war Dienstmagd und arbeitete in Zierings, Brugg und Heinreichs. Sie brachte vier uneheliche Kinder zur Welt.
Ihr drittes uneheliches *) Kind, meine 2-fache Urgroßmutter Anna Blauensteiner (1854 – ?), wurde in Heinreichs bei Pölla, Bezirk Zwettl am 08. Juli 1854 geboren. Vermutlich ist sie in Wien verstorben.

III. Generation, Urgroßvater

Mein Urgroßvater Josef Blauensteiner (1876 – 1939) wurde am 22. Jänner 1876 als unehelicher Sohn *) der Anna Blauensteiner, einer Dienstmagd, in Brugg bei Pölla, Bezirk Zwettl im Waldviertel geboren. Er dürfte vor 1897 mit seiner Mutter Anna nach Wien gezogen sein, denn lt. seinem militärischen Grundbuchblatt (Quelle: Kriegsarchiv, Wien) war er am 01. Oktober 1897 bereits in Wien ansässig,
Beruf: Knecht und Hilfsarbeiter.

© Familienarchiv Ingrid Schuster

Mein Uropa heiratete meine verwitwete Uroma Theresia Schuch, geb. Oswald am 14. November 1906 in der Pfarre Meidlung, die beiden hatten fünf Kinder:
Josef (1904 – 1973), Franz (1905 – 1939), Karl (1907 – 1981), Leopoldine, meine Großmutter (1908 – 1995) und Anna, verh. Drechsler (1913 – 1933). Die Familie lebte in Wien-Meidling in der Bendlgasse 22.
Während des ersten Weltkrieges war mein Urgroßvater in der Gegend um Łódź in Polen an der Front. Nach dem 1. Weltkrieg, von 1921-1926, arbeitete er an der Errichtung der Siedlungsanlage Rosenhügel in Wien-Meidlung mit, war einer der „Pioniere vom Rosenhügel“. Nach der Fertigstellung bekam die Familie ein Siedlungshaus ‚Am Rosenhügel‚ zugesprochen.
Er ist 63jährig am 25. November 1939 an einer Blutvergiftung im Wiener AKH gestorben.

Uropa Josef Blauensteiner © Familienarchiv Ingrid Schuster
II. Generation, Großmutter

Meine Oma war zunächst Kaffeeköchin in Wien, in einem der Cafes arbeitete auch mein Opa Josef Schuster als Kellner. Die beiden haben am 23. Mai 1937 in Wien geheiratet, sie blieb nach seinem Tod im Jahr 1942 Witwe.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde meine Oma Schaffnerin bei den Wiener Linien, mit großer Leidenschaft bis zu ihrer Pensionierung.

© Familienarchiv Ingrid Schuster

Sie lebte bis 1992 in der Siedlung ‚Am Rosenhügel‚und liebte ihren Garten. Zwei Wochen der Sommerferien verbrachten mein Bruder und ich immer bei ihr, wir wurden bekocht und verwöhnt.
Sie schied am 11. Oktober 1995 im Alter von 86 Jahren im Pensionisten-Wohnhaus ‚Haus Rosenberg‘ freiwillig aus dem Leben.

Anmerkung:

Der jeweilige Ausgangspunkt in der Ahnenfolge der Familien und Familiennamen Blauensteiner, Dočkal und Gabler basiert auf unehelich geborenen Kindern.
Unbekannte Väter bedeuten für einen Familienforscher einen Ahnenschwund, 75 Vorfahren in 8 Generationen sind – ausgehend von mir – im wahrsten Sinne des Wortes ‚entschwunden‘.
Bleibt zu hoffen, dass durch DNA-Genealogie sich eines Tages der eine oder andere, vielleicht sogar alle unbekannten Väter erforschen lassen.

Ahnenschwund:
*) Blauensteiner: 22 Vorfahren (in 8 Generationen)

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Ingrid Schuster

Im Dezember 2011 habe ich begonnen, meine Familiengeschichte zu erforschen, meine Forschungsergebnisse habe ich seit Anfang 2017 im Internet publiziert.

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