27. Oktober 2020

Ahnentour rund um Litschau, 2013

Prolog

Meine Urgroßmutter Brigitta Schuster geb. Gabler wurde in Türnau in der Gemeinde Haugschlag geboren.
Im Oktober 2013 begab ich mich auf die Spuren meiner Gabler-Ahnen rund um Litschau und ich fuhr auch nach Číměř (Schamers) und Umgebung, da Vorfahren von dort in den Gabler-Zweig eingeheiratet hatten.
Bei der Gelegenheit machte ich einen Abstecher ins Archiv Jindřichův Hradec (Neuhaus), um in die Grundbücher von Číměř (Schamers), Kunějov (Kunas) und Kebharec/Skalka (Gebharz) Einsicht zu nehmen.
Am 5. und letzten Tag fuhr ich noch ins Archiv Zámrsk (Zamrsk), ich wollte eine „heiße Spur“ zu Johann Svoboda, meinem Lehrer in Pyšel (Pischello), verfolgen, die Matriken waren damals noch nicht online verfügbar.

19. Oktober 2013

Von Wien fuhr ich über Horn, Waidhofen an der Thaya und Kautzen bis nach Nová Bystřice (Neubistritz) und weiter zum Nahe an der Grenze gelegenen Hotel Peršlák, dort hatte ich für meinen 5 tägigen Aufenthalt ein Zimmer gebucht.
Am frühen Nachmittag ging es zuerst nach Hradiště (Burgstall, Handl), dann nach Číměř (Schamers, Pfarre/Riebel&Kellner), Kunějov (Kunas, Riebel), weiter zur Burg Landštejn (Landstein) und über Kebharec/Skalka (Gebharz, Riebel/Ullisch) zurück zum Hotel.

Pfarre Schamers (Číměř) © Privatarchiv Ingrid Schuster
20. Oktober 2013

Nach einer Vollmondnacht und einem ausgiebigen Frühstück machte ich mich zuerst nach Eggern (Wais) auf. Was mich auch immer dann geritten hat – ich fuhr jedenfalls eine knappe Stunde nach Frankenreith (Blauensteiner) und 45 Minuten zurück nach Heidenreichstein, dort hatte ich ein kleines Mittagessen und machte einen Stadtbummel.
Um 13 Uhr ging es weiter nach Haugschlag (Pfarre) und Rottal (Riebel, Wais). Bei herrlichem Herbstwetter unternahm ich einen grenz-überquerenden Spaziergang und hatte abschließend eine herrliche Jause im Gasthaus Perzy.
Nach 16 Uhr machte ich mich auf den Weg nach Illmanns (Mader, Müllner, Pfeiffer), weiter nach Hirschenschlag (Brunner, Maltzer), Reingers (Redl), Groß-Radischen (*) und über Hirschenschlag zurück zum Hotel.

Pfarren Eggern und Haugschlag © Privatarchiv Ingrid Schuster
© Privatarchiv Ingrid Schuster
21. Oktober 2013

Nach dem Frühstück fuhr ich nach Neuhaus (Jindřichův Hradec) ins Archiv. Idealerweise hat man das gewünschte Archivmaterial vorbestellt, was ich damals nicht wusste. Da die Aushebung einige Zeit dauerte machte ich in der Zwischenzeit einen Altstadtbummel.
Um 14 Uhr ging es von Neuhaus nach Eisgarn (Pfarre, Fida) und nach Litschau (Pfarre, Redl&Schmidt). Nach einer Jause in der Cafe Konditorei Müssauer schlenderte ich ein bisschen durch Litschau. Über Reitzenschlag (*) ging es zurück ins Hotel.

Pfarren Eisgarn und Litschau © Privatarchiv Ingrid Schuster
22. Oktober 2013

Auch an diesem Tag war bestes Herbstwetter, am Programm stand zunächst Schandachen (Steiner), dann Schönau (Erdinger) und Schlag (Schrammel), in diesen beiden Orten fotografierte ich auch für das Onlineprojekt Gefallenendenkmäler (z.B. hier Schönau).
Weiter ging es nach Hörmanns (Zimmermann&Gabler), Haugschlag (Zimmermann), nochmals ins Rottal (Riebel), dann nach Griesbach (Abel, Freitag&Mader), Türnau (Riebel&Gabler) und Saaß (Gabler&Zimmermann).
Zum Schluss machte ich noch einen ausgedehnten Spaziergang, als begeisterte Schwammerlsucherin war der Blick natürlich auch auf den Waldboden gerichtet und ich wurde fündig 😉

© Privatarchiv Ingrid Schuster
© Privatarchiv Ingrid Schuster
23. Oktober 2013

Am letzen Tag ging es auf der B34 über Pelhřimov, Humpolec und Havlíčkův Brod nach Hamry u Hlinska (Hammer), hier sollte die Lehrerfamilie Svoboda laut Trauungseintrag gelebt haben.
Weiter auf der L355, L305 und B17 zum Archiv Zámrsk (Zamrsk). Die Archivmitarbeiterin war gnädig, denn ich hatte ebenfalls nicht vorbestellt.
Und zu meiner großen Freude entdeckte ich drei Taufen zwischen 1790 – 1798 mit Eltern Joseph Swoboda, Cantor in Studnice (Studnitz) und Franziska geb. Zwara, und die Sterbeeinträge von Joseph und Franziska Swoboda in Hamry u Hlinska (Hammer).
Ich war also auf der richtigen Spur! 🙂

Heimreise

Um 15:30 ging es schließlich über Brno nach Wien. Fünf erfolgreiche Tage bei bestem Herbstwetter in einer traumhaften Gegend am nördlichsten Zipfel von Österreich waren im Nu vergangen.

Anmerkung:
(deutscher Ortsname, Familienname meiner Vorfahren)
(Familienname meiner Vorfahren)
(*) falscher Ort bzw. Pfarre, da „nicht meine Vorfahren“, wie sich im Zuge der weiteren Forschungen herausstellte

Beitragsbild:
Türnau Nr. 26 (im Hintergrund) und Nr. 12, Geburtshäuser von Genovefa Riebel und Brigitta Gabler

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Ingrid Schuster

Im Dezember 2011 habe ich begonnen, meine Familiengeschichte zu erforschen, meine Forschungsergebnisse habe ich seit Anfang 2017 im Internet publiziert.

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