15. April 2021

Thumling Nr. 10, Pulvermühle

Die Pulvermühle am Weitenbach gehört zur Katastralgemeinde Thumling in der Gemeinde Martinsberg im Bezirk Zwettl und liegt am Weg zwischen Würnsdorf und Ottenschlag an der Zwettler Straße (B36). 

Die Pulvermühle war ein Dreiviertellehen im Amt Loitzenreith, in der Theresianischen Fassion von 1751 wurde Haus, die dazugehörigen Äcker und Wiesen, sowie die Mahlmühle mit 1 Gang auf einen Wert von 83 Gulden 22 Kreuzer und 2 Pfennige geschätzt, Haus-Gewerb „ein Müllner“ (Hft. St: Martinsberg, Grundbuch Fol. 90, An der sogenanten Pulvermühl, Loÿzenreütter Ambts, Leopold Wissinger, Fol. 172-173).

Seit dem Jahr 1672, also seit bald 350 Jahren, ist diese Mühle in der 9. Generation im Besitz der Familie Wiesinger!

Im Gewährprotokoll der Hft. Pöggstall entdeckte ich erstmals die Pulfermül zwischen 24. April 1610 und 24. April 1611, Hannß Khäßmader verkaufte in dem Zeitraum an seinen Sohn Hannß um 72 Gulden.

KG Krems 173/028, 1605 – 1617, Gewährprotokoll der Hft. Pöggstall, Fol. ?

Im 1. Taufbuch der Pfarre Pöggstall fand ich die Pulvermühle am 15. Februar 1638 erstmals erwähnt, bei der Taufe von Matthiaß RiedlParens Steffan Riedl Won der Pulfermüll vxor Maria erstmals erwähnt.

Taufbuch Pöggstall 01/01, 1628-1642, fol. 221

Alois Plesser [1] schrieb im Kapitel „Gewerbe und Industrie“, Kapitel „Fabriken“ über die Pulvermühle:
Die ehemalige Pulvermühle bei Thumling im Hölltale. Die Herrschaften ließen ehemals das Schießpulver in ganz einfacher Weise im eigenen Gebiete herstellen: aus Erlenholz bereitete man Kohle, Salpeter sammelte man in altem, feuchten Mauerwerk, Schwefel wurde gekauft, dann jeder Teil gesondert in den hölzernen Pulvermühlen, die durch Wasserräder betrieben wurden, fein gestoßen, darauf mit einander vermengt, angefeuchtet und in gröbere oder feinere Körner durch Reitern sortiert und in einer Dörrstube am Ofen getrocknet, wobei freilich nicht selten die Mühle samt dem Pulver in die Luft flog.

Grundbesitzer im Überblick:
…. – 1610/11Khäßmader Hannß sen.
1610/11 – 1614/15Khäßmader Hannß jun. (durch Kauf)
1614/15 – 16..Schwaiger Paull (durch Kauf)
16.. – 16..Fellnhofer Ruep(recht)
1637 – 1640Ruerl (Riedl) Stephan Maria ux. [lutherisch, neubekehrt]
1641 – 1649Reisinger Merth Margaretha ux., verw. Moser [lutherisch, neubekehrt]
1649 – 1651Moser Hannß [lutherisch, 1651 abgewandert]
1652 – 1655Maÿrhoffer Friedrich Rosina ux:, geb. Mann
1655 – 1657Kottmüllner Jacob Maria (durch Kauf, 3. Mai 1655)
1657 – 1662Eÿbenberger Mathiaß Vrsula uxor. (durch Tausch, 07. April 1657)
1662 – 1664Pritz Vallentin Catharina vx.
1664Wagner Simon
1664 – 1670Kottmüllner Hannß und Margaretha (durch Kauf, 17. September 1664)
1670 – 1671Schuester Simon und Barbara (durch Übernahme, 3. Februar 1670)
1671 – 1672Schuester(in) Barbara, Wittib (durch Inventur, 11. November 1671)
1672 – 1695Wüsinger Leonhard Rosina uxor., geb. Schuster (durch Kauf, 23. April 1672)
1695 – 1708Wissinger Rosina, Wittib (durch Inventur, 6. Oktober 1695)
1708 – 1730Wissinger Johannes Eva uxor., geb. Vorlaufer (durch Kauf, 19. Jänner 1708)
1730 – 1745 Wissinger Johannes, Wittiber (durch Inventur, 16. November 1730)
1745 – 1747Wißinger Leopold Anna Maria uxor, geb. Hafner
1747 – 1785Wißinger Leopold Catharina uxor., geb. Sulzbacher
1785 – 1789Wissinger Catharina, Wittib (durch Inventur, 13. Mai 1786)
1789 – 1836Wiesinger Johann Magdalena uxor, geb. Puchschacher (durch Kauf, 14. Februar 1789)
1836 – 1842Wiesinger Leopold, l.St. (durch Kauf, 18. März 1836)
1842 – 1881Wiesinger Leopold und Anna geb. Lagler (durch Heirat, 10. Juni 1842)
1881 – 1921Wiesinger Josef und Theresia geb. Neulinger (durch Kauf, 10. Juni 1881)
1921 – 1949Wiesinger Alois und Leopoldine geb. Teuschl (durch Übergabe, 10. November 1921 und Heirat)
1949 – 1953Wiesinger Leopoldine (Einantwortung, 10. September 1948)
1953 – 1991Wiesinger Johann und Maria geb. Wais (durch Übergabe, 11. Februar 1953)
1991 –Wiesinger Manfred (durch Schenkung, 26. April 1991)
Quellen NÖLA, BG Zwettl und bev.gv.at:
KG Krems 173/028, 1605 – 1617, Gewährprotokoll der Hft. Pöggstall, Fol. ?
KG Krems 173/013, 1628 – 1683, Grundbuch Hft. Pöggstall, Fol. 417v
KG Krems 173/014, 1681 – 1711, Grundbuch Hft. Pöggstall, Fol. 421v
KG Krems 085/01, 1710–1740, Grundbuch Hft. Gutenbrunn, Fol. 45 „Pulvermühl“
KG Krems 085/02, 1741–1762, Grundbuch Hft. Gutenbrunn, Fol. 90 „Pulvermühl“
KG Krems 085/03, 1763–1806, Grundbuch Hft. Gutenbrunn, Fol. 49 „Pulvermühl“
BG Ottenschlag 05/01, Grundbuch Hft. Martinsberg, 1807–1880, Fol. 111; EZ 1, Nr. 16 „Pulvermühl“
BG Zwettl, Grundbuch Thumling, 1884 – 1990, fol. 247/1; EZ 1, KG Thumling, GB Ottenschlag, Haus Nr. 10 /: Gutenbrunn 111 :/; Katastralzahl 1
BG Zwettl, Auszug aus dem Hauptbuch, KG Thumling, EZ 43, Thumling 10 (11.10.2020)
Anm.: Namensschreibweisen lt. Grundbücher, Familienname der Ehefrau kursiv, da nicht angeführt
Khäßmader Hannß

Hannß Khäßmader sen. (Johann Käsmader) verkaufte lt. Gewährbuch (NÖLA, KG Krems 173/028, 1605-1617, Gewährprotokoll der Hft. Pöggstall, Fol. ?) zwischen 24. April 1610 und 24. April 1611 die Pulfermül an seinen Sohn

Khäßmader jun. Hannß

Hannß Khäßmader jun. (Johann Käsmader) um 72 Gulden. Dieser wiederum kaufte lt. Gewährbuch 1605-1617 zwischen 24. April 1614 und 24. April 1615 ein Lehen in Aschelberg und verkaufte die Pulvermühle an

Schwaiger Paull

Paul Schwaiger um 70 Gulden (NÖLA, KG Krems 173/028, 1605-1617, Gewährprotokoll der Hft. Pöggstall, Fol. ?).

Fellnhofer Ruep(recht)

zu diesem Besitzer konnte ich, bis auf die Nennung im Grundbuch 1628-1683, keine weiteren Informationen in den Kirchenbüchern oder den Beständen des NÖLAs finden.

Ruerl (Riedl) Stephan und Maria

Stephan und Maria Riedl waren bis 1635 Grundbesitzer in Loitzenreith und von etwa 1637-1640 Besitzer der Pulvermühle, zwei Kinder wurden auf der Pulvermühle geboren. Nach 1640 lebte die Familie in Poggschlag.

Reisinger Merth (Martin) und Margaretha, verw. Mosser

Merth (Martin) Reisinger, ein Wittiber aus Kirchschlag und die Witwe Margaretha Mosser (Moser) von Ottenschlag heirateten am 11. Juni 1635 in der Pfarre Martinsberg. Die jüngste Tochter wurde am 12. August 1641 noch in Ulrichschlag geboren, die Familie dürfte im Herbst 1641 die Pulvermühle übernommen haben. Der Stiefsohn/Sohn

Moser Hannß

Hannß Moser übernahm nach dem Tod des Stiefvaters Martin Reisinger um 1649 für kurze Zeit die Pulvermühle.
Bei seiner Trauung am 19. Februar 1651 in der Pfarre Martinsberg mit Barbara Toifel von Poggschlag wurde im Trauungseintrag „wonhafft an der Pulvermühl“ eingetragen. Er wanderte 1651 nach Vestenberg (Mittelfranken) ab [2].

Maÿrhoffer Friedrich und Rosina geb. Mann

Friedrich Maÿrhoffer (Mayerhofer), seines Handwerkhs ein Muelinger zu Reittersdorf im Land ob der Enns, und Rosina Mann von Würnsdorf heirateten am 13. Mai 1641 in der Pfarre Pöggstall. Sie dürften die Pulvermühle um 1652 nach der Abwanderung von Johann Moser übernommen haben. Die beiden verkauften ihre aigenthumbliche Miehl, die Pullvermiehl genannt, um 55 Gulden an

Kottmüller Jacob und Maria

Jacob und Maria Kottmüller (Kotmüller) am 3. Mai 1655 (NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/63, 1653-1661, Kaufprotokolle).
Am 16. Dezember 1656 wurde Tochter Eva getauft, „Vater Jakob Kothmüller von der Pulvermüll, die Mutter Maria“ .
Am 07. April 1657 tauschten Jacob und Maria Kotmüller die Pulvermühle mit einem Wert von 25 Gulden mit der Stollmühle (Stoÿbmühl) von

Eÿbenberger Mathiaß und Vrsula

Mathiaß und Vrsula Eÿbenberger (Eibenberger), Wert der Stoÿbmühl 20 Gulden (NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/63, 1653-1661, Kaufprotokolle, fol. ?). Die beiden waren von ca. 1657-1662 Müller auf der Pulvermühle, wie Taufeinträge belegen.

Pritz Vallentin und Catharina

Vallentin und Catharina Pritz sind im Grundbuch 1628–1683 eingetragen, er war vermutlich von 1662-1664 Müller und Zimmermeister auf der Pulvermühle, Valentin Pritz starb am 14. März 1664 auf der Pulvermühle.

Wagner Simon

Simon Wagner findet sich nicht im Grundbuch 1628–1683, allerdings ist er in einem Kaufprotokoll erwähnt:
die Grundherrschaft verkaufte die von Simon Wagner verlassene Müll, die Pulvermüll, am 17. September 1664 an

Kottmüller Hannß und Margaretha

Hannß und Margaretha Kottmüller (Kotmüller) um 24 Gulden (NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/64, 1664-1672, Kaufprotokoll, fol. 12). Margaretha Kottmüllner starb 52 jährig am 7. September 1670 auf der Pulvermühl.

Schuester Simon und Barbara

Simon und Barbara Schuester (Schuster), meine 8-fachen Urgroßeltern, hatten die Pulvermühle von Hannß Kottmüllner, der verschuldet war, am 3. Februar 1670 übernommen (NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/64, 1664-1672, Kaufprotokoll, fol. 224).
Nach Simons Tod am 23. Jänner 1671 erhielt seine Witwe Barbara Schuster die Mühle durch Inventur am 11. November 1671 (NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/85, 1664-1691, Inventursprotokoll, fol. 103).

Schuester Barbara, Wittib

Die Witwe Barbara Schuster verkaufte die Pulvermühl am 23. April 1672 (NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/64, 1664-1672, Kaufprotokoll, fol. 292) an

Wüsinger Leonhard und Rosina geb. Schuester

den Junggesellen (und späteren Schwiegersohn) Leonhard Wisinger (Wiesinger) um 10 Gulden.
Leonhard Weißinger(!), mein 7-facher Urgroßvater, wurde am 28. Juli 1650 in Reitzendorf geboren und heiratete am 16. Mai 1672 Rosina Schuster, Tochter von Simon und Barbara Schuster. Leonhard Wisinger „von der Pulvermill“ starb 48 jährig am 26. April 1695, seine Witwe Rosina Wissingerin „von der Pulvermühl“ am 23. Mai 1721.
Nach Leonhards Tod blieb die Mühle im Besitz seiner Witwe Rosina Wiesinger, sie verkaufte am 19. Jänner 1708 an

Wissinger Johannes und Eva geb. Vorlauffer

ihren villgeliebten Sohn Johannes Wißinger (Wiesinger) und seiner Ehewirthin Eva um 30 Gulden (NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/68, 1706-1715, Kaufprotokoll, fol. 59). Johannes, geboren am 28. Dezember 1678, heiratete Eva Vorlauffer (Vorlaufer) am 15. November 1707 in der Pfarre Pöggstall. Eva Wisinger verstarb bereits im Herbst 1730, in ihrer Inventur wurde die Pulvermühl mit 60 Gulden taxiert, ihr Nettovermögen betrug 266 Gulden und 11 Kreuzer (NÖLA, Hft. Pöggstall KG Krems 173/88 1727-1735, Inventurprotokoll, fol. 164v).
Der Witwer Johannes Wüssinger „von der Pulvermihl“ starb mit 72 Jahren am 2. November 1747. In seiner Inventur vom 13. März 1748 (NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/90, 1742-1756, Inventurprotokoll, fol. 267) ist er nicht mehr als Besitzer, sondern als Ihnwohner der sogenannten Pulver Mill im Loizenreither Ambt angeführt, die Mühle wurde hatte er offenbar bereits vorher seinem Sohn

Wißinger Leopold und Anna Maria geb. Haffner, später Catharina geb. Sulzbacher

Leopold Wißinger (Wiesinger), geboren um 1710, verkauft, ein Kauf- und Übernahmeprotokoll fehlt.
Leopold Wüsßinger „von der Pulvermühl“ heiratete am 7. September 1745 Anna Maria Haffner (Hafner), eine Müllerstochter von Martinsberg. Sie starb 25 jährig am 30. April 1746 kurz nach der Geburt des ersten, ebenfalls verstorbenen Kindes und der Witwer Leopold Wüsßinger heiratete am 2. September 1747 Catharina Sulzbacher von Annagschmais.
Leopold Wisinger starb im Alter von 75 Jahren am 9. Mai 1785 an „Brand“, in seiner Inventur wurde sein Besitz und die Mühle auf 225 Gulden 45 Kreuzer geschätzt, sein Nettovermögen betrug 360 Gulden (NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/94, 1783-1792, Inventurprotokoll, fol. 113v), seiner Witwe Catharina Wiesinger wurde die Pulvermühle übertragen.
Sie starb mit 76 Jahren am 25. November 1798 am Schleimschlag.
Bereits am 14. Februar 1789 verkaufte sie an ihren Sohn und seine Verlobte

Wiesinger Johann und Magdalena geb. Puchschacher

Johann Wiesinger und Magdalena Puchschacher die Mühle um 210 Gulden (NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/71, 1789-1813, Kaufprotokoll, fol. 2v).
Johann, geboren am 6. Mai 1766, heiratete Magdalena Puchschacher von Annagschmais am 23. Februar 1789 in der Pfarre Martinsberg.
Magdalena Wiesinger starb 71 jährig an Altersschwäche am 7. Februar 1840 in Thumling Nr. 16 (Pulvermühle), der Witwer und Ausnehmer zu Thumling Pulvermühle Johann Wiesinger am 8. Februar 1850 ebenfalls an Altersschwäche.
Bereits am 18. März 1836 verkauften die beiden an ihren noch ledigen Sohn

Franziszeischer Kataster 1823, VOMB, 715 Thumling

Parzellennr.: 2 Familienname, Vorname: Wiesinger Johann, Beruf: Müller, Pulvermühle, Hausnr.: 16 (heute Nr. 10)

Quelle: NÖLA, Franziszeischer Kataster, Mappen, FK Mappen OM 715
Wiesinger Leopold, l.St.

Leopold Wiesinger die Pulvermühle, Tagwerk und Viehbestand um 1200 Gulden (NÖLA, Hft. Gutenbrunn, BG Ottenschlag 05/16, 1829–1850, Kaufprotokoll, Fol. 74v).
Leopold wurde am 6. November 1813 in Thumling Nr. 16 (Pulvermühle) geboren. Er heiratete in der Pfarre Martinsberg

Wiesinger Leopold und Anna geb. Lagler

am 21. Juni 1842 Anna Lagler von Roggenreith. Anna Wiesinger erhielt mit dem Heirathskontract vom 10. Juni 1842 die Hälfte am Eigentum (NÖLA, Hft. Gutenbrunn, BG Ottenschlag 05/12, 1837–1850, Kaufprotokoll, Fol. 57v).
Leopold Wiesinger starb als verehelichter Ausnehmer in der Pulvermühe zu Thumling am 9. August 1882 in Thumling Nr. 16, seine Witwe Anna Wiesinger am 7. Februar 1885 in Thumling Nr. 16, beide an an Tuberkulose.

Wiesinger Josef und Theresia geb. Neulinger

Josef Wiesinger, geboren am 13. März 1858, heiratete als angehender Müllermeister in der Pulvermühle am 21. August 1881 Theresia Neulinger, eine Bauerntochter von Roggenreith, in der Pfarre Martinsberg, im Trauungseintrag findet sich erstmals die geänderte Hausnummer, nämlich Thumling Nr. 10!
Durch den am 10. Juni 1881 mit den Eltern Leopold und Anna Wiesinger abgeschlossenen Kaufvertrag wurde den beiden je zur Hälfte das Eigentumsrecht am 22. Mai 1882 einverleibt.
Theresia Wiesinger starb 69 jährig am 22. Oktober 1925 aufgrund eines Herzfehler an Herzlähmung, Josef Wiesinger, Ausnehmer Pulvermühle, starb am 6. Jänner 1934 in Thumling Nr. 10 an den Folgen eines Blasen- und Nierenleidens und einer Darmlähmung.
Bereits im November 1921 übergaben die beiden an ihren Sohn

Wiesinger Alois und Leopoldine geb. Teuschl

Alois Wiesinger, geboren am 21. März 1885, heiratete als angehender Müllermeister Pulvermühle am 20. November 1921 Leopoldine Teuschl, Bauerntochter von Klein Pertholz, in der Pfarre Martinsberg.
Aufgrund des Übergabevertrages vom 10. November 1921 wurde das Eigentumsrecht den beiden je zur Hälfte am 20. Jänner 1922 einverleibt.
Alois starb am 26. Juni 1948 in der Pulvermühle, und seine Hälfte des Eigentums wurde seiner Witwe

Wiesinger Leopoldine, Witwe

Leopoldine Wiesinger am 25. März 1949 durch Einantwortung vom 10. September 1948 einverleibt. Sie starb im Jahr 1966.

Wiesinger Johann und Maria geb. Wais

Johann Wiesinger, geboren 1923 in der Pulvermühle, heiratete 1951 Maria Wais in der Pfarre Martinsberg.
Aufgrund des Übergabe- und Übernahmevertrages vom 11. Februar 1953 wurde beiden je zur Hälfte das Eigentumsrecht am 29. Juli 1954 einverleibt.

Wiesinger Manfred

Manfred Wiesinger, geboren 1962 und mein Cousin 7. Grades (einmal entfernt) – unsere gemeinsamen Vorfahren waren Leonhard und Rosina Wiesinger, erhielt aufgrund des Schenkungsvertrages vom 26. April 1991 das Eigentumsrecht einverleibt.

Meine familiengeschichtliche Verbindung

Simon und Barbara Schuster, meine 8-fachen Urgroßeltern, übernahmen die Pulvermühle am 3. Februar 1670.

Weitere Verbindungen

Manfred Wiesinger und Gerhard Schlager von Unterthumling Nr. 6 sind Cousins 5. Grades (einmal entfernt), Johann Hackl von Oberthumling Nr. 2 ist ein Cousin 7. Grades (einmal entfernt), Sieglinde Bock vom Reithof eine Cousine 8. Grades, ebenso ist Walter Neulinger von Oberthumling Nr. 1 ein Cousin 8. Grades.

Namensschreibweisen

Grundbücher: Wüsinger, Wissinger, Wisinger, Wißinger, Wiesinger
Matriken: Wißinger, Weißinger, Wisinger, Wissinger, Wüssinger, Wüsßinger, Wisinger, Wiesinger

Schreibweise der Pulvermühle über die Jahre:

Pulfermüll, Pulvermuell, Pulvermühl, Pulvermüll, Pulffermüll, Pulfermill, Pulvermihl, Pulfermühl, Pulffermihl, Bulffermihl, Pullvermihl, Pulvermühle

Anmerkung:
Namensschreibweisen lt. Grund- oder Kirchenbücher, in Klammer die heutige Schreibweise

Hausnummern:
lt. Kirchenbüchern bei den Tauf-, Trauungs- und Sterbeeinträgen
Pulvermühle:
lt. Franziszeischer Kataster 1823 Nr. 16
lt. Grundbuch 1807–1880 Nr. 10
lt. Grundbuch 1884 – 1990 Nr. 10

Beitragsbild:
Pulvermühle © Privatarchiv Ingrid Schuster

Literaturverzeichnis:

[1] Alois Plesser, Heimatkunde des politischen Bezirkes Pöggstall; 1928; Seite 66
[2] Manfred Enzner: Exulanten aus dem südlichen Waldviertel in Franken; Ges. f. Familienforschung in Franken, 2001

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Ingrid Schuster

Im Dezember 2011 habe ich begonnen, meine Familiengeschichte zu erforschen, meine Forschungsergebnisse habe ich seit Anfang 2017 im Internet publiziert.

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9 Gedanken zu “Thumling Nr. 10, Pulvermühle

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