11. Mai 2021

Loitzenreith Nr. 10, Maismühle

Die Maismühle, Loitzenreith Nr. 10, existiert als Mühle nicht mehr.
Von 1628 bis 1806 zählte die Mühle in den Grundbüchern zum Ort Thumling, danach war die Mühle der Gemeinde Loitzenreith (Ulrichschlag) zugeteilt; in den Kirchenbüchern der Pfarre Martinsberg ist die Maismühle bereits ab dem Jahr 1784 bei Loitzenreith.

Die Maismühle war ein Halblehen im Amt Loitzenreith, in der Theresianischen Fassion von 1751 wurde Haus, die dazugehörigen Äcker und Wiesen, sowie die Mahlmühle mit 1 Gang auf einen Wert von 160 Gulden geschätzt, Haus-Gewerb „ein Müllner“ (Hft. St: Martinsberg, Grundbuch Fol. 90v, An der Maÿß Mühl, Loÿzenreütter Ambts, Joseph Laägler, Fol. 174-175).

Im 1. Taufbuch der Pfarre Pöggstall fand ich die Maismühle am 20. Jänner 1630 erstmals erwähnt, bei der Taufe von Sebastianus Khugler, Parent Sebastianus Khugler Müller auf der Maÿßmüll et Margaretha vxor.

Taufbuch Pöggstall 01/01, 1628-1642, fol. 23

An der Maÿsmühl

Von ein 1/2 gantz Lehen
mit 9 Tagwk ackher, 5 Tagwk.

Wissen und 1 Tagwk. Viechhaldt
Dient jährl. Michaelis 12 Kreuzer

Ochsen geld 2 Kreuzer 2 Pfennige
Käß geld 6 Kreuzer
Landsteür 2 Gulden 35 Kreuzer
(in Summe) 2 Gulden 55 Kreuzer 2 Pfennige

KG Krems 085/02, 1741–1762, Grundbuch Hft. Gutenbrunn, Fol. 90v

Grundbesitzer im Überblick:
…. – 1633Kogler Sebastian und Margaretha [lutherisch, Margaretha neubekehrt]
1633 – 1651Frodel Wolfgang und Susanna [lutherisch, 1652 abgewandert]
1652 – 1683Kogler Johann und Margaretha, geb. Kraff [lutherisch, Neubekehrte]
1683 – 1689Kollberger Marx und Maria (durch Kauf, 03. Mai 1683)
1689 – 1690Weiß Sixtus und Margaretha (durch Kauf, 28. April 1689)
1690 – 1699Weiß Sixtus und Christina, geb. Kummer (durch Heirat 26. Juni 1690)
1699 – 1700Weiß Christina, Witwe
1700 – 1741Lägler Johann und Anna Maria, geb. Wegerbauer (durch Kauf, 02. April 1700)
1741 – 1758Lagler Joseph und Susanna, geb. Schlager (durch Kauf, 1741)
1758Brunner Michael und Anna Maria, geb. Hallmetschläger (durch Kauf, 05. Februar 1758)
1759 – 1780Brunner Michael und Theresia, geb. Unterholzer (durch Heirat, 27.Februar 1759)
1780 – 1818Brunner Peter und Eva Maria, geb. Weitenauer
1818 – 1834Mayer Peter und Katharina, geb. Schuster (durch Tausch, 26. Juni 1818)
1835 – 1837Mayer Katharina, Witwe
1837 – 1842Mayer Joseph und Josepha, geb. Puchinger (durch Kauf, 12. Mai 1837)
1842 – 1869Mayer Joseph und Elisabeth, geb. Lausegger (durch Heirat, 29. November 1842)
1869Mayer Joseph, Witwer (durch Einantwortung, 07. August 1869)
1869 – 1870Mayer Joseph und Josefa, verw. Hofmann (durch Heirat, 17. August 1869)
1870Mayer Josepha, l. St. (durch Kauf, 08. Jänner 1870)
1870 – 1873Kraus Anton und Josepha, geb. Mayer (durch Heirat, 14. Februar 1870)
1873 – 1874Astleitner Josef und Josepha (durch Kauf, 27. Juli 1873)
1874 – 1875Führer Georg und Anna (durch Kauf, 04. November 1874)
1875 – 1899Engl Michael und Barbara, geb. Wiehalm (durch Einantwortung, 04. Juni 1875)
1899 – 1907Wiehalm Josef und Barbara, geb. Führer
1907 – 1937Huber Josef und Anna, geb. Wiehalm
1937 – 1945Huber Josef, Witwer
offen
1975Taubinger Johann und Anna (durch Schenkung, 29. Juni 1975)
Quellen NÖLABG Zwettl und bev.gv.at:
KG Krems 173/013, 1628 – 1683, Grundbuch Hft. Pöggstall, Fol. 417v
KG Krems 173/014, 1681 – 1711, Grundbuch Hft. Pöggstall, Fol. 421v
KG Krems 085/01, 1710–1740, Grundbuch Hft. Gutenbrunn, Fol. 45 „An der Maÿßmühl“
KG Krems 085/02, 1741–1762, Grundbuch Hft. Gutenbrunn, Fol. 90v „An der Maÿßmühl“
KG Krems 085/03, 1763–1806, Grundbuch Hft. Gutenbrunn, Fol. 49v „An der Maÿßmühl“
BG Ottenschlag 05/01, Grundbuch Hft. Martinsberg, 1807–1880, Fol. 112; EZ 22, Nr. 10 „An der Maißmühl“
BG Zwettl, Grundbuch, 1884 – 1990 OFFEN
BG Zwettl, Auszug aus dem Hauptbuch, KG Loitzenreith, EZ 22 WALDGRÜNDE (15.12.2020)
Anm.: Namensschreibweisen lt. Grundbücher, Familienname der Ehefrau kursiv, da nicht angeführt
Kogler Sebastian und Margaretha

Sebastian und Margaretha Kogler sind die ersten im Grundbuch 1628-1683 eingetragenen Besitzer der Maismühle. Tochter Ursula wurde am 19. April 1633 noch in der Maismühle geboren, sie starb am 12. September 1633 in Unterthumling (Unterthumling Nr. 6), die Eltern hatten dieses Lehen übernommen. Sebastian Kogler starb in Unterthumling um 1651, seine Witwe Margaretha Kogler heiratete am 26. November 1651 Adam Kolreiter, sie wurde 1652 neubekehrt.
Bereits im Sommer 1633 verkauften sie die Maismühle an

Frodel Wolfgang und Susanna

Wolfgang und Susanna Frodel (auch Frödel, Fradl), die beiden sind im Grundbuch 1628-1683 als Besitzer eingetragen – Kaufprotokolle fehlen aus dieser Zeit.
Am 06. Jänner 1642 wurde Sohn Wolfgang Frödel (Frodel) an der Wießmuell*)“ geboren, am 17. Jänner 1651 heiratete die Tochter Susanna Fradl (Frodel) von der „Maÿßmühl“ Paul Teuschl von Grub in der Pfarre Martinsberg.
Wolfgang und Susanna Frodel waren von Lutherischem Glauben und wanderten um 1652 mit den Kindern nach Franken (Adelmannsitz) ab. Susanna Frodel starb am 04. September 1653 in Adelmannsitz, Wolfgang Frodel starb 77 jährig am 08. September 1676 in Frankendorf . Die Tochter Susanna Teuschl starb 54 jährig am 27. Mai 1673 in Ebersdorf, der Schwiegersohn Paul Teuschl am 07. Jänner 1679 in Götteldorf. [1]
Um 1652 wurde die Maismühle von

Kogler Johann und Margaretha geb. Kraff

Johann und Margaretha Kogler übernommen, beide waren von Lutherischem Glauben und wurden neubekehrt.
Ob er ein Sohn von Sebastian und Margaretha Kogler war ist nicht belegt.
Johann Kogler heiratete am 05. Feburar 1651 Margaretha Kraff von Martinsberg in der Pfarre Martinsberg.
Johann Kogler findet man auch im Mühlenbuch Viertel ober dem Manhartsberg/VOMB: [2]

Sinzendorf ihrer Graf Hans Joachimwegen Pockhstall (Pöggstall)
1 Sagmezen (Metzen) Hans Kugler an der Mosmühl … 1 Gang


Margaretha Kogler starb am 10. August 1686, Johann Kogler 65 jährig am 05. Mai 1692, beide in Loritzreith.
Die beiden verkauften die Mäßmüll am 03. Mai 1683 an

Kollberger Marx und Maria

Marx und Maria Kollberger um 85 Gulden. [3]
Um 1687 dürfte ein Bestandsmüllner (Pächter) die Mühle gepachtet haben, am 25. August 1687 wurde Regina Hueber (Huber) geboren, der Vater Gregor Huber war Maißmüllner, Mutter Salome.
Am 28. April 1689 verkauften Marx und Maria Kollberger die Maißmüll an

Weiß Sixtus und Margaretha

Sixtus und Margaretha Weiß um 83 Gulden [4], Sixtus Weiß übte auch das Handwerk des Drechslers (Träxler) aus.
Margaretha Weiß starb am 02. Jänner 1690, in ihrem Inventurvertrag wurde die Vermögensverteilung zwischen ihren 6 Kindern und ihrem Witwer festgehalten. [5]
Der verwitwete Träxler und Maißmüllner Sixtus Weiß heiratete

Weiß Sixtus und Christina, geb. Kummer

Christina Kummer von Schwarzau(?) am 26. Juni 1690 in der Pfarre Martinsberg, sie wurde ins Grundbuch eingetragen.
Zwischen 1690 und 1696 hatte ebenfalls ein Bestandsmüllner (Pächter) die Mühle gepachtet, Martin Hueffnagl (Hufnagl) und seine Frau Agnes, 3 ihrer Kinder wurden in der Maismühle geboren.

Sixtus Weiß starb 50 jährig am 22. Mai 1699, in seiner Inventur am 07. März 1701 wurde die Maismühle auf 100 Gulden geschätzt. [6] Die Witwe Christina Weiß hatte die Maißmühl bereits am 02. April 1700 an

Lägler Johann und Anna Maria geb. Wegerbauer

Johann und Anna Maria Lägler (Lagler) um 100 Gulden verkauft. [7]
Johann Lagler, geboren am 19. Juni 1671 auf der Pernsohl (hftl. Meierhof bei Edlesberg), heiratete Anna Maria Wegerbauer von Martinsberg am 15. Februar 1699 in der Pfarre Martinsberg.
Am 16. August 1708 starb die 3jährige Tochter Magdalena Läglerin an derWaißmüll*)“ und am 11. Juli 1715 wurde die Tochter Rosalia von der „Wißmihl*)“ getauft.
Anna Maria Lagler starb 74jährig am 29. Februar 1748, Johann Lagler im Alter von 76 Jahren am 03. Juni 1748.
Bereits im Jahr 1741 verkauften sie an ihren Sohn und dessen Ehefrau

Lagler Joseph und Susanna geb. Schlager

Joseph und Susanna Lagler lt. Grundbuch 1741–1762, ein Kaufprotokoll fehlt!
Joseph Lagler, geboren am 27. Februar 1712 an der Maißmihl, heiratete Susanna Schlager von Weinling (Pfarre Laimbach) am 27. Mai 1741 in der Pfarre Laimbach.
Am 05. Februar 1758 verkauften die beiden an

Brunner Michael und Anna Maria geb. Hallmetschläger

Michael und Anna Maria Brunner um 50 Gulden lt. Grundbuch 1741–1762, ein Kaufprotokoll fehlt!
Michael Brunner vom Teichthof (Dorfstadt) heiratete Anna Maria Hallmetschläger von Fichtenbach am 21. Februar 1740 in der Pfarre Schönbach.
Die beiden waren Besitzer der Gurrmühle, dort wurde auch Magdalena Brunner am 25. Mai 1751 geboren, sie heiratete den Witwer Joseph Mayer am 25.10.1774, Sohn Peter Mayer übernahm die Maismühle am 26. Juni 1818.

Anna Maria Brunner starb 36 jährig am 25. September 1758, in ihrer Inventur vom 11. Februar 1759 wurde die Maismühle auf 50 Gulden geschätzt. [8]
Der Witwer Michael Brunner heiratete

Brunner Michael und Theresia geb. Unterholzer

Theresia Unterholzer von Münzenberg am 27. Februar 1759 in der Pfarre Schönbach. Am 23. März 1770 wurde Sohn Johannes Georg an derWißmühl*)“ getauft.
Michael Brunner starb Anfang 1780, in seiner Inventur vom 10. März 1780 sind 10 Kinder aus 1. Ehe und 5 Kinder aus 2. Ehe als Erben angeführt, die Maismühle wurde auf 130 Gulden geschätzt. [9] Da die hinterlassenen Schulden das Vermögen überstiegen und die Witwe wegen ihres hohen Alters nicht mehr imstande war, länger zu wirtschaften und die Schulden abzuzahlen wurde im Protokoll festgehalten, die Maismühle einem neuen, meistbietenden Besitzer zu überlassen.
Die Grundherrschaft verkaufte bei der Crida-Verhandlung am 10. Februar 1781 schlussendlich an den Sohn und dessen Ehefrau

Brunner Peter und Eva Maria geb. Weitenauer

Peter und Eva Maria Brunner, sie waren die Meistbieter – zu zahlen waren 277 Gulden 59 Kreuzer (inklusive der Schulden).
Die verwitwete Mutter Theresia Brunner erhielt lebenslangen Unterhalt.
Peter Brunner, geboren am 02. Februar 1760, heiratete Eva Maria Weitenauer von Lengau (Pfarre Schönbach) am 25. Februar 1781 in der Pfarre Schönbach.
Am 26. Juni 1818 verkauften (und tauschten) Peter und Eva Maria Brunner ihr zum Dorfe Thumling zugeteilte Halblehen samt Mühlwerkstadt, die Maismühle genannt Sub Nro. 10 mit einem Wert von 1.750 Gulden [10] an seinen Neffen und dessen Ehefrau, Besitzer des Ganzlehens Oberthumling Nr. 3

Mayer Peter und Katharina geb. Schuster

Peter und Katharina Mayer, Wert dieses Ganzlehens 1.500 Gulden. [11]
Peter Mayer, geboren am 20.11.1787 Heinreichshof (Herrschaftsmayerhof bei Oed), heiratete Katharina Schuster, eine Bauerntochter vom Lindenhof, am 30. Juli 1810 in der Pfarre Martinsberg.
Peter Mayer starb im Alter von 48 Jahren an Gedärmbrand infolge eines Leistenbruches am 18. Oktober 1834. In seiner Inventur wurde die Maismühle mit 900 Gulden taxiert. [12]

Franziszeischer Kataster 1823, VOMB, 727 Ulrichschlag, Loitzenreith

Parzellennr.: 28 Familienname, Vorname: Mayer Peter, Beruf: Müller, Maißmühle, Hausnr.: 10

Quelle: Habsburgermonarchie – Franziszeischer Kataster
Mayer Katharina, Witwe

Die Witwe Katharina Mayer erhielt durch Einantwortung vom 15. Dezember 1834 das Eigentum einverleibt.
Am 12. Mai 1837 verkaufte sie an ihren Sohn und dessen Braut

Mayer Joseph und Josepha geb. Puchinger

Joseph und Josepha Mayer um 1000 Gulden. [13]
Joseph Mayer, geboren am 16. November 1813 in Oberthumling, heiratete Josepha Puchinger von Parming (Pfarre Pisching) am 23. Mai 1837 in der Pfarre Martinsberg.
Josepha Mayer starb mit 25 Jahren an Schleimschlag am 26. März 1842. In ihrer Inventur vom 29. November 1842 wurde die Maismühle auf 1.600 Gulden geschätzt. [14]
Der Witwer Joseph Mayer heiratete

Mayer Joseph und Elisabeth geb. Lausegger

Elisabeth Lausegger, eine Müllerstochter von Zeißing (Pfarre Maria Laach am Jauerling), am 22. November 1842 in der Pfarre Maria Laach am Jauerling, im Heiratsvetrag wurde Gütergemeinschaft vereinbart. [15]
Elisabeth Mayer starb 48 jährig an einer Darmentzündung am 16. März 1869 und dem Witwer Joseph Mayer wurde das alleinige Eigentum am 07. August 1869 einverleibt. Der verwitwete Besitzer der Maismühle Joseph Mayer heiratete

Mayer Joseph und verw. Josefa Hofmann

die Witwe Josefa Hofmann von Münichreith am 21. September 1869 in der Pfarre Martinsberg. Durch Ehevertrag erhielt sie die Hälfte des Eigentums am 17. August 1869 einverleibt.
Am 08. Jänner 1870 verkauften die beiden an

Mayer Josefa, l. St.

Josefa Mayer, eine Tochter aus 2. Ehe, um 4.500 Gulden, das Eigentum an der Maismühle wurde ihr einverleibt.
Am 22. Feburaur 1870 heiratete Josefa Mayer

Kraus Anton und Josepha geb. Mayer

Anton Kraus, angehender Mühlenbesitzer und Ziehsohn von Johann und Walburga Schuster vom Lindenhof, in der Pfarre Martinsberg. Durch den am 14. Februar 1870 geschlossenen Ehepaktes erhielt er die Hälfte des Eigentums einverleibt.
Da die beiden den Lindenhof von der Witwe Walburga Schuster übernahmen verkauften sie die Maismühle an

Astleitner Josef und Josefa

Josef und Josefa Astleitner am 29. Juli 1873, das Eigentum wurde je zur Hälfte den beiden am 08. August 1873 einverleibt.
Knapp 1 Jahr später, am 04. November 1874, verkauften die beiden an

Führer Georg und Anna

Georg und Anna Führer, Wirtschaftsbesitzer vom Eibelhof (Scheib Nr. 13, Pfarre Kirchschlag), das Eigentum wurde den beiden je zur Hälfte am 07. November 1874 einverleibt.
Einige Wochen später ließen die beiden die Maismühle versteigern:

Kremser Wochenblatt, 21. November 1874
Engl Michael und Barbara geb. Wiehalm

Michael und Barbara Engl ersteigerten die Maismühle und erhielten aufgrund der Einantwortung vom 04. Juni 1875 und des Heiratsvertrages vom 03. Dezember 1874 das Eigentum je zur Hälfte einverleibt.

Beilage zum Liquidationsprotokoll, 30. Mai 1875


Michael Engl, ein Müllerssohn von Kienings (Pfarre Kirchschlag), heiratete Barbara Wiehalm, eine Bauerntochter von Bernhardshof (Pfarre Kirchschlag), am 19. Jänner 1875 in der Pfarre Kirchschlag.
Barbara Engl starb 61 jährig am 21. April 1899 an Tuberkulose in der Maismühle, Michael Engl als Armenpfründner an Altersschwäche am 13. November 1917 in Windhof Nr. 8.
Nach dem Ableben der Barbara Engl dürfte Ihr Bruder und seine Ehefrau

Wiehalm Josef und Barbara geb. Führer

Josef und Barbara Wiehalm die Maismühle übernommen haben (Grundbuch-Einsicht aufgrund COVID Lockdown offen).
Josef Wiehalm von Bernhardshof (Pfarre Kirchschlag) heiratete Barbara Führer von Günzles (Pfarre Kottes) am 24. Februar 1868 in der Pfarre Kottes.
Barbara Wiehalm, Ehegattin des Josef Wiehalm, Bauer in der Maismühle Nro. 10, starb 55 jährig an einem Schlaganfall am 12.01.1906. Der Witwer Josef Wiehalm heiratete die Witwe Johanna Kainz von Scheib am 25. Februar 1908 in der Pfarre Kirchschlag. Er starb an Altersschwäche am 29. Dezember 1921 in Scheib Nr. 17.

Die Tochter Anna Wiehalm gebar 2 uneheliche Kinder in der Maismühle-Loitzenreith Nr. 10, am 01. Juni 1904 Tochter Aloisia, am 22. November 1905 Tochter Anna, legitimiert wurden beide Töchter durch die Heirat der Anna Wiehalm mit dem Vater der Kinder

Huber Josef und Anna geb. Wiehalm

Josef Huber, einem Bauernsohn von Pleßberg (Pfarre Kirchschlag), die Trauung fand am 03. Juli 1906 in der Pfarre Martinsberg statt. Nach der Trauung übernahmen Josef und Anna Huber die Maismühle.
Anna Huber starb 55 jährig am 27. Jänner 1937 an einer Lungenentzündung in der Maismühle. Der Witwer Josef Huber

Huber Josef, Witwer

Josef Huber starb im Jahr 1945 in der Maismühle – Loitzenreith Nr. 10.

Weitere Besitzer nach dem COVID Lockdown…

Taubinger Johann und Anna

Johann und Anna Taubinger erhielten aufgrund des Schenkungsvertrages vom 29. Juni 1975 das Eigentum einverleibt.

1975 bis heute
  • Seit 1975 im Besitz der Familie Taubinger (Geschäftsführer der Kittelmühle in Plaika 6, Bergland)
  • die Maismühle existiert mittlerweile nicht mehr, nur mehr die zur Einlagezahl 22 gehörenden ehemalige Bauflächen mit den Grundstücksnummern .28/1 und .28/2
Quelle: www.bev.gv.at
Meine familiengeschichtlichen Verbindungen

Katharina Schuster vom Lindenhof, die 3-fache Urenkelin meiner 8-fachen Urgroßeltern Simon und Barbara Schuster, heiratete am 30. Juli 1810 Peter Mayer, der die Maismühle am 26. Juni 1818 von seinem Onkel Peter Brunner kaufte.

Schreibweise der Maismühle über die Jahre:

Maÿßmüll, Maÿßmuell, Maÿsmuel, Maÿßmühl, Maißmühl, Mosmühl, Mäußmil, Maißmühle, Mäßmüll, Maißmüll, Maysmüll, Maismill, Maismihl, Mäßmüll, Mayßmühl, Maißmihl, Maÿßmühl, Mäßmihl, Muaßmühl, Maßmühl, Maißmühl, Maißmühle, Maismühl, Maismühle

Anmerkung:

Namensschreibweisen lt. Grund- oder Kirchenbücher, in Klammer die heutige Schreibweise
*) bei einigen Kirchenbucheinträgen fand ich Wiesmühle statt Maismühle

Hausnummern:
lt. Kirchenbüchern bei den Tauf-, Trauungs- und Sterbeeinträgen
Maismühle:
lt. Franziszeischer Kataster 1823 Nr. 10
lt. Grundbuch 1807–1880 Nr. 10
lt. Grundbuch 1884 – 1990 offen

Beitragsbild:
Quelle: Habsburgermonarchie – Franziszeischer Kataster

Literaturverzeichnis:

[1] Manfred Enzner: Exulanten aus dem südlichen Waldviertel in Franken; Ges. f. Familienforschung in Franken, 2001; S 196 & 215

Quellen:

[2] NÖLA, HS StA 1005/2, 1661, Mühlenbuch VOMB, VUMB, fol. 23r
[3] NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/066, 1682-1692, Kaufprotokolle, fol. 24
[4] NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/066, 1682-1692, Kaufprotokolle, fol. 231
[5] NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/085, 1664-1691, Inventurprotokolle, fol. 426
[6] NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/086, 1692-1708, Inventurprotokolle, fol. 205
[7] NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/067, 1692-1705, Kaufprotokolle, fol. 269
[8] NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/091, 1756-1771, Inventurprotokolle, fol. 115
[9] NÖLA, Hft. Pöggstall, KG Krems 173/093, 1773-1783, Inventurprotokolle, fol. 287
[10] NÖLA, Hft. Gutenbrunn, BG Ottenschlag 05/15, 1808–1830, Kaufprotokoll, fol. 183v
[11] NÖLA, Hft. Gutenbrunn, BG Ottenschlag 05/15, 1808–1830, Kaufprotokoll, fol. 182v
[12] NÖLA, Hft. Gutenbrunn, BG Ottenschlag 05/28, 1824–1837, Inventurprotokoll, fol. 285
[13] NÖLA, Hft. Gutenbrunn, BG Ottenschlag 05/16, 1829–1850, Kaufprotokoll, fol. 88v
[14] NÖLA, Hft. Gutenbrunn, BG Ottenschlag 05/29, 1837–1845, Inventurprotokoll, fol. 253v
[15] NÖLA, Hft. Gutenbrunn, BG Ottenschlag 05/12, 1837–1850, Heiratsprotokoll, fol. 62v

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Ingrid Schuster

Im Dezember 2011 habe ich begonnen, meine Familiengeschichte zu erforschen, meine Forschungsergebnisse habe ich seit Anfang 2017 im Internet publiziert.

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