Schuster-Pippersteiner
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Familie Schuster aus 9 Generationen

Die Familienforschung zu meinen Schuster-Vorfahren ergab, dass die Familie ursprünglich SCHUESTER hieß und Lutherischen Glaubens waren, um ca. 1654 wurde die Familie neubekehrt („Das Verzeichnis der Neubekehrten im Waldviertel 1652–1654. Codex Vindobonensis 7757 der Nationalbibliothek Wien“).
Die Schreibweise SCHUESTER findet sich bis 1770.

Peter Schuester (geb. um 1585 - 1668) war Bauer in Thumling, Bezirk Martinsberg im Waldviertel. Peters Frau Ursula blieb, obwohl neubekehrt, ihrem Glauben treu, das geht aus ihrem Sterbeeintrag deutlich hervor:
(1662) Den 21 9bris ist zu Sanct Martinsberg begraben wordten Vrsula Schuesterin des Peter Schuesters von Vndern Thuming eheliche geweste Hausfrau bey 67 Jahren alth war von disem Lutherisch hat aber vor ihrem endt nit gebeicht noch communicirt.

Der jüngste Sohn Adam Schuester übernahm vom Vater den Hof, der älteste Sohn Matthias Schuester (geb. um 1624 - 1701) war Bauer in Unterthumling. Matthias war in erster Ehe mit Maria Kräperger verheiratet, nach ihrem Tod ehelichte er Maria, geb. Khernstockh (Kernstock) aus Thumling. Die beiden hatten sieben Kinder, der älteste Sohn Thomas kaufte nach dem Tod von Matthias den Hof in Unterthumling.

Auch die nächsten beiden Generationen waren Bauern, allerdings in Poggschlag, Bezirk Martinsberg: Matthias jüngster Sohn Stephan Schuester (1677 - ca. 1751) in Poggschlag 8 (im Familienbesitz bis 1950) und

Leopold Schuester (1711 - 1785), Sohn des Stephan Schuester und der Susanna, geb. Wisinger (von der Pulvermühle bei Martinsberg), in Poggschlag 13. Leopold war in erster Ehe mit Elisabeth, geb. Bleßberger (aus Edlesberg) verheiratet. Er verkaufte seinen Besitz nicht dem aus dieser Ehe stammendem erstgeborenen Sohn Michael, sondern seinem Sohn aus zweiter Ehe, Johannes Josef.

Deshalb war Michael Schuester (1740 - 1803), verheiratet mit Klara, geb. Gruber (aus Pitzeichen), bei einem Bauern in Roggenreith im Dienst.
Die nächsten Generationen waren Inleute bzw. Taglöhner, alle in Neuhof 1 bei Ottenschlag, Bezirk Zwettl im Waldviertel:
Michaels Sohn Leopold Schuster (um 1787 - 1865), verheiratet mit Anna Maria, geb. Höbart (aus Frankenreith), und dessen Sohn Johann Schuster (1834 - 1898), verheiratet mit Josefa, geb. Kellner (aus Pleßberg).

Uropa Schuster
Uropa
Schuster Josef

Mein Urgroßvater Josef Schuster wurde als drittes von sechs Kindern von Johann und Josefa Schuster am 11. Februar 1870 in Neuhof 1 geboren. Er verließ das Waldviertel um 1895 in Richtung Wien, war von Beruf Postkutscher und ging als Postoberadjunkt in Pension.
Er starb im Alter von 66 Jahren am 24. Oktober 1936 in Wien.

Postkutscher
Postkutscher: Uropa in der mittleren Reihe, 2. von links


Fam. Schuster
Schuster Josef & Brigitta, Kinder Hermine, Brigitta und
mein Opa Josef, um 1908




Mein Urgroßvater heiratete Brigitta Gabler (aus Türnau) am 18. April 1898 in Wien, die beiden hatten vier Kinder, eines verstarb vermutlich im Kindesalter:
Brigitta Josefine (1898 - ?), Hermine, verh. Gattinger (1900 - 1979), Brigitta Stefanie, verh. Friedl (1902 – 1993) und Josef, mein Großvater (1904 - 1942).


Die Familie lebte zunächst in der Sedlitzkygasse 22 in Wien-Simmering, später in Wien-Margareten in der Einsiedlergasse 44/4.
















Mein Opa war von Beruf Kellner in Cafes in Wien und den Erzählungen nach lebenslustig und umtriebig.

Mein Großvater Josef Schuster heiratete meine Großmutter Leopoldine Anna Blauensteiner am 23. Mai 1937 in Wien.

Trauung SchusterFamilie Schuster
Hochzeitsfoto der Großeltern, 1937 _________________ Schuster Josef & Leopoldine, und mein Vati (um 1940)


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Familie Pippersteiner aus 10 Generationen

Bei meiner Familienforschung zu meinen Pippersteiner-Vorfahren fand ich verschiedenste Schreibweisen des Familiennamens, darunter Piberstainer, Pipersteiner, Bibersteiner, Biberstainer, Büberstainer, Piepersteiner, Biepersteiner, Bieberstein und Pippersteiner.

Georg Piberstainer (geb. ? - 1633) war Bäcker in Etzmannsdorf am Kamp bei Gars am Kamp, Bezirk Horn im Waldviertel und wird 1630 erstmals in einem Kaufvertrag erwähnt. Woher er ursprünglich kam ist noch unbekannt. Der Name tritt in diesem Zeitraum in der Stadt Salzburg, aber auch beispielsweise in Galgweis, im niederbayerischen Landkreis Deggendorf, auf.
Georg heiratete Katharina, geb. Wagner (aus Steinegg) am 24. September 1630 in Gars am Kamp, Tochter Christina (1631 - 1632) starb als Kleinkind.

Sein Sohn Georg Pibersteiner (um 1632 - 1678) wanderte mit seiner Frau Maria, geb. Hofmann (aus Wanzenau) und seinen beiden Söhnen Karl und Simon zunächst nach Wolfsbrunn bei Hollabrunn im Weinviertel. Kurze Zeit später kaufte Georg einen Grund in Sonnberg bei Hollabrunn, Bezirk Hollabrunn im Weinviertel, und siedelte sich mit seiner Familie an.
Karl Bibersteiner (1657 - ca. 1733) war Hauer und Förster in Sonnberg und in zweiter Ehe mit Susanna, geb. Moser (aus Raschala) verheiratet, der Sohn Matthias Biberstainer (1701 - 1736) war das vierte Kind der beiden und ebenfalls Hauer zu Sonnberg, verheiratet mit Elisabeth, geb. Bayer (aus Sonnberg).
Deren ältester Tochter Magdalena (1729 - 1809) war Pfarrersköchin in Jedenspeigen und Drösing bei Pfarrer Johann Medeck aus Kosteletz (heute Kostelec u Kyjova), er war bereits Pfarrer der Pfarre Sonnberg.

Sohn Matthias Piberstainer (1726 - 1777), von Beruf Ziegelbrenner und Hauer in Sonnberg und war mit Theresia, geb. Sutter (aus Immendorf) verheiratet.

Deren erstgeborener Sohn Leopold Büberstainer (1753 - 1809) zog (vermutlich mit seiner Tante Magdalena) um 1768 nach Jedenspeigen, Bezirk Gänserndorf im Weinviertel. Am 17. Februar 1776 kaufte er ein Viertellehen, Jedenspeigen Nr. 48, in diesem Haus lebten die erste Zeit auch Pfarrer Medeck und Tante Magdalena. Das Haus und der dazugehörige Grund blieben bis 1973 im Familienbesitz.

Leopold heiratete, nach dem Tod seiner ersten Frau, Katharina, geb. Lechner (aus Dürnkrut) am 07. Februar 1785 in der Pfarre Jedenspeigen.
Deren erstgeborener Sohn Andreas Piepersteiner wanderte um 1805 nach Gárdony in Ungarn aus, war von Beruf Zimmermann und starb am 16. November 1846 in Lengyeltóti, Ungarn
Der zweite Sohn Johann Biepersteiner (1789 - 1861) übernahm das Viertellehen Jedenspeigen 48 nach dem Tod des Vaters. Er war mit Barbara, geb. Marka (aus Jedenspeigen) verheiratet, deren erstgeborener Sohn Josef Pippersteiner (1815 - 1871), ebenfalls Viertellehner in Jedenspeigen 48, starb im Alter von 56 Jahren an einer Kohlensäurevergiftung im Weinkeller.

Die Namensschreibweise der Jedenspeigner-Linie ist ab ca. 1790 Pippersteiner, die Hollabrunner-Linie schrieb sich ab ca. 1790 Bibersteiner, die Ungarische Linie ab ca. 1850 Bieberstein.

Uropa Pippersteiner
Uropa
Pippersteiner Lorenz

Mein Urgroßvater Lorenz Pippersteiner wurde als achtes von zehn Kindern des Josef Pippersteiner und der Elisabeth, geb. Schibik (aus Drösing) am 03. August 1857 in Jedenspeigen 48 geboren. Er übernahm 1883 das Viertellehen Jedenspeigen 48 von seiner Mutter Elisabeth, war Aufseher bei der Nordbahn und Reservmann des KK. 10. Feld Atill. Regiments. Er starb 91jährig am 05. Dezember 1948 in Jedenspeigen.



Urgroßeltern Pippersteiner
Urgroßeltern Pippersteiner Lorenz & Josefa




Mein Urgroßvater verliebte sich sofort in die aus Benke (in Nordmähren) stammende Josefa Schön, die in Jedenspeigen im Dienst war, und heiratete sie am 08. Mai 1883, die beiden hatten zwölf Kinder, zwei verstarben im Kindesalter:
Johann (1884 - 1941), Elisabeth, verh. Schätz (1886 -1924), Lorenz (1888 – 1963), Josef (1889 - 1890), Josefa, verh. Freydl (1891 - 1969), Karl (1893 - 1962), Rosa, geschied. Horek (1895 - 1975), Ambros (1897 - 1946), Franz (1899 - 1977), Ludwig (1903 - 1903), Rudolf, mein Großvater (1905 - 1943) und Richard (1907 - 1967).










Mein Opa schlug 1927 die Militärlaufbahn ein, war zunächst Stabsfeldwebel, Div. 187 (04.04.1927-30.12.1939), besuchte 1939 die Heeresfachschule für Verwaltung und wurde Zahlmeister, Militäranwärter am 30.12.1939 nach 12 3/4 Jahren und Oberzahlmeister (30.08.1942).
Er lebte mit seiner Familie bis zur Einberufung an die Front (2. Weltkrieg) in Wiener Neustadt.
Zunächst war er in Frankreich stationiert, wurde dann nach Stalingrad verlegt. Mein Opa wurde am 12.01.1943 von Hauptmann von Hütz das letzte Mal lebend gesehen.
Auf einer Gefangenentransportliste steht der Name „Piperschtejner Rudolf“, laut dieser wurde mein Opa am 04.03.1943 zusammen mit insgesamt 660 weiteren gefangenen Offizieren aus dem Raum Stalingrad in unbekannte Richtung verlegt...

Mein Großvater Rudolf Pippersteiner heiratete meine Großmutter Hermine Rudolfine Dočkal (Děkanovský) am 18. April 1933 in Wien.

Trauung PippersteinerFamilie Pippersteiner
Hochzeitsfoto der Großeltern, 1933 _________________ Pippersteiner Rudolf & Hermine, und meine Mama (um 1940)


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Wege nach Wien
Alle Wege führten nach Wien,
der ehemaligen Hauptstadt der Habsburgermonarchie.